Vorbereitungstreffen in Kathmandu
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Für mich war es sehr wichtig, die Expedition extrem gut vorzubereiten. Es ist doch etwas erheblich Anderes, etwas zum ersten Mal zu probieren. Dieses Projekt unterscheidet sich deutlich von den Vorbereitungen für eine unserer 8000er Expeditionen. Das wurde schon tausend Mal gemacht und der Erfahrungsschatz anderer, auf den du zurückgreifen und von dem du profitieren kannst, ist viel größer. Bei diesem Projekt steht und fällt jedoch alles mit unseren eigenen Entscheidungen.

Deswegen wollte ich mich mit Pemba unbedingt bereits während der Planungsphase treffen und absichern. Pemba hat im Zweifelsfall mehr Erfahrung und ich wollte von ihm das “Okay” für die von mir organisierte Ausrüstung. Ich habe großen Wert drauf gelegt, dass wir – Pemba, ich und die Träger, die uns begleiten – die gleiche Ausrüstung haben. Meine Partner und Sponsoren haben das glücklicherweise auch so gesehen und diese Entscheidung großartig mitgetragen, auch wenn die eingesetzte Ware nun fast die gesamten Kosten der Expedition erreicht hat. Digges Danke an dieser Stelle nochmal!

Wir sind die Route gemeinsam nochmal durchgegangen und haben einen groben Zeitplan aufgestellt. Dabei haben wir wenig über Rettungs- oder Rückzugsmöglichkeiten gesprochen. Uns ist beiden klar, dass es große Abschnitte während des Great Himalaya Trails im Winter gibt, in denen wir bei schlechtem Wetter über Tage hinweg absolut auf uns allein gestellt sind. Zweckoptimismus können wir beide: Es darf und wird nichts passieren. Stattdessen haben wir viel und ausgiebig über Essen und Verpflegung gesprochen und ich freue mich jetzt schon, noch mehr in die Kochkünste der Sherpa eingeweiht zu werden.

Wir sind uns absolut einig, dass es ‘ne knallharte Nummer wird. Pemba und seine Sherpa-Kumpel schätzen es von der Belastung her ganz ähnlich einer 8000er Expedition ein, da wir jeden Tag unterwegs sind und eben kein Basislager haben, in welchem wir uns erholen können. Dafür sind wir ständiger Kälte, Anstrengung und Hunger ausgesetzt. Wir sind uns einig, dass es von einer Menge Glück abhängt. Pemba sagt treffend: “It’s a game – that’s my job. If you like let’s try it.“

Ich so: „Dito!“

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